- Newsletter - Mai 2004:
Beiträge von Kolleginnen und Kollegen zu unseren Themen:
Der heutige Newsletter umfasst ausschließlich Beiträge von einigen unserer Kolleginnen und Kollegen. Es handelt sich um Statements zum Thema der aktuellen Problematik der älteren Personen am Arbeitsmarkt, so wie es die einzelnen Mitglieder in Ihrer Betroffenheit erleben oder erlebt haben, ihre Meinungen dazu, was ihnen am Herzen liegt.
Ich freue mich, dass ich Ihnen sehr interessante und durchwegs wertvolle Beiträge näher bringen kann.
Sehr gerne nehmen wir dazu auch Ihre Meinung, Ihr Feedback entgegen: roman.valent@chello.at
Mit freundlichen Grüßen
Roman Valent
Fundament – Generation 45plus
Wissen was zählt
1200 Wien, Vorgartenstr. 35/4/6
mobil: 0699 19689864
e-Mail: roman.valent@chello.at
www.generation45plus.at
Lebensveränderung
Ja, es war ein Schock für mich, als mir der Arbeitgeber, nach jahrzehntelanger Firmenzugehörigkeit, mitteilte sich von mir, aufgrund von „Umstrukturierungen“ trennen zu wollen. Kurzfristig war ich schon sehr verzagt und die Existenzängste waren groß.
Bald konnte ich diese neue Situation aber auch als Chance sehen, vielleicht jetzt meine beruflichen Vorstellungen zu verwirklichen. All dies ist mit sehr viel Persönlichkeitsarbeit verbunden und es ist auch manchmal schwierig, eingefahrene Muster zu verändern. Aber es lohnt sich, denn das Leben wird dadurch viel bunter!
Es ist auch wichtig, Hilfe von außen anzunehmen und zu erleben, wie andere Leute mit der Arbeitssuche und den damit verbundenen Schwierigkeiten umgehen.
Dazu bieten die Aktivitäten der Initiative - Generation 45plus Gelegenheit. Es ist hilfreich, sich Tipps und Anregungen von anderen Betroffenen zu holen und mit diversen Informationen unterstützt zu werden.
Danke.
R.M.
Liebe Kolleginnen und Kollegen !
Ich bin seit mehr als 3 Jahren arbeitssuchend und möchte Euch aus meinen Erfahrungen einige Weisheiten mit auf den Weg geben.
Es muss sich heutzutage niemand für die Arbeitslosigkeit schämen. Auch wenn man einige Male bei Stellenbewerbungen Absagen bekommt, muss man an sich glauben. Aus meiner Sicht muss man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Ich will damit sagen, dass sehr viel vom Zufall abhängt. Natürlich kann man persönlich auch einiges beitragen, wenn man die Tipps der Vortragenden bei unseren Treffen in die Stellenbewerbungsstrategie einbezieht.
Ich persönlich (wird sicher nicht allgemein gelten) kann mich, je länger die Arbeitssuche dauert, immer weniger unterordnen oder mich mit unangenehmen Arbeitskollegen abfinden.
Wahrscheinlich muss bei einer Beschäftigung ein komplettes Umdenken stattfinden.
Viele Grüße
Euer Franz
Bildung ist in der heutigen Welt ein fundamentaler Faktor. Allerdings
will mir scheinen, daß die Unternehmen immer weniger Wert auf
Allgemeinbildung legen. Vielmehr sind jene Themen gefragt, die sofort im
Betrieb verwertet werden können. Kurzfristig ist dies zwar sicher
sinnvoll, längerfristig bedeutet dies, daß die Mitarbeiter kaum mehr
Anreize bekommen, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die mehr Zeit
brauchen.
Aus eigener Erfahrung kenne ich diese Entwicklung nur zu gut. Dabei gebe
ich gerne zu, daß ich jemand bin, der mit dem Langzeitgedächtnis
arbeitet. Das bedeutet durchaus, daß es mitunter etwas dauern kann, bis
ein neuer Stoff im Langzeitgedächtnis ist.
Und ich mußte leider die Erfahrung machen, daß heute die Kurzzeit-Leute
deutlich bevorzugt werden.
Die Allgemeinbildung dient einfach dazu, ein fundiertes
Hintergrundwissen zu schaffen. Darauf läßt sich dann ein Spezialwissen
aufbauen. Dieses ist dann dasjenige, welches für eine konkrete Arbeit
notwendig ist.
Allgemeinwissen ist ein Prozeß, ein lebenslanger Prozeß. Das heißt
auch, daß Menschen, die um die Vierzig oder etwas älter in aller Regel
bereits ein relativ fundiertes Allgemeinwissen, aber auch jene
Kenntnisse, die man heute soziale Kompetenz nennt. Diese soziale
Kompetenz ist besonders bei Führungskräften sehr wichtig - oder sollte
es sein.
heute scheint es so zu sein, daß Führungskräfte danach ausgewählt
werden, wie rücksichtslos sie die Mitarbeiter auspressen bzw. wie viele
Mitarbeiter sie im vorhergehenden Job auf die Straße gesetzt haben.
Wenn dies die Qualifikationskriterien für Führungskräfte sind, dann muß
man sich als 44jähriger offenbar auf eine triste Zukunft einrichten.
Mag. Johannes Kaiblinger
- ... soll ja kontrovers sein.
g
Arbeitslos oder SelbstständigIch bewundere den Mut derer, die versuchen eine Anstellung zu finden. Eine fixe Anstellung, das ist wie ein Großauftrag über einige Zehntausend EUR pro Jahr und das alles von einen einzigen Auftraggeber. Aus der Blickwinkel eines Selbstständigen ist die Jobsuche eines Arbeitslosen das absurde Unterfangen erst mit dem ersten Großauftrag - eben mehrere Zehntausend EUR pro Jahr - überhaupt erst zum Arbeiten anzufangen.
- Alleine die Tatsache, dass Menschen ab Anfang/Mitte 40 von der Wirtschaft sozusagen zum "alten Eisen" gerechnet werden, zeigt sehr deutlich, dass viele Entscheider in den Unternehmen wenig oder gar keine Ahnung von strategischer Unternehmensführung bzw. strategischer Personalplanung haben.
Ich erinnere mich noch recht gut, als ich Anfang der 80er Jahre bei Siemens in München als Anfangsprogrammierer tätig war. Damals war es noch eine Selbstverständlichkeit, die neuen Mitarbeiter in der Siemens-Schule auszubilden. Heute ist es so, dass eine Einarbeitungszeit kaum mehr zugebilligt wird.
Dass sogenannte "Ältere" (bewusst in Anführungszeichen, ich rechne mich durchaus nicht zu den Alten, trotz meiner 44 Lenze) sehr oft ein großes Potential an Erfahrungen mitbringen, durchaus in Bereichen, die vielleicht momentan nicht so interessant für das Unternehmen sind, jedoch zukünftig sein könnten wird gerne übersehen.
Oft wird geglaubt, wenn man eine sogenannte "KnowledgeBase" implementiert hat, braucht man infolge weniger qualifizierte Mitarbeiter, die dann zumeist auch billiger sind. Doch das ist ein fundamentaler Irrtum. Expertensysteme oder Knowledge-Bases sind nur so gut wie die Mitarbeiter, die mit Ihnen arbeiten. Sitzt jemand davor, der zwar brav die Beiträge liest, jedoch keine Hintergrundinformationen hat, kommt schlicht und einfach ein suboptimales Ergebnis heraus. Ob das für ein Unternehmen gut ist, sei dahingestellt.
Die Entwicklung der letzten 15 Jahre führe ich auf die Modeerscheinung namens Neoliberalismus und ShareholderValue zurück. Ich möchte an dieser Stelle keine Kritik dazu verfassen. Doch eine kurze Anmerkung sei erlaubt: der ach so moderne ShareholderValue ist wahrhaft uralter Wein in neuen Schläuchen. Schon 1910 schrieb Eugen Schmalenbach, einer der Väter der deutschsprachigen Betriebswirtschaftslehre darüber.
Und es ist ein Faktum, dass der ShareholderValue lediglich auf sehr kurzfristige Erfolge abzielt. Durch diese Zielsetzung verschwindet jegliche langfristige Unternehmens- und Personalentwicklungsplanung. Das ist so ähnlich, wie ein Unternehmen, dass sich zwar kurzfristig mit einer Grenzkostenkalkulation über Wasser hält, jedoch längerfristig ein Problem mit den anfallenden Fixkosten bekommt.
Viele Unternehmensführer scheinen eine gespaltene Persönlichkeit zu haben. Einerseits wollen sie hochqualifizierte, bestens ausgebildete und möglichst erfahrene Mitarbeiter, andererseits wollen sie möglichst wenig bezahlen. Und Ansprüche sollen die Mitarbeiter schon gar nicht haben.
Also sucht man sich junge Leute, frisch von der Schule oder Uni, die noch formbar sind. Wenn diese Menschen dann Ansprüche entwickeln, werden sie durch neue Mitarbeiter einfach ersetzt. Doch es ist einfach nicht so, dass dieser Prozess beliebig oft durchgespielt werden könnte. Irgendwann ist das Unternehmen für seine Praktiken verschrieen.
Noch ein wesentlicher Punkt: Ältere Menschen sind vielleicht nicht mehr so mobil in dem Sinne, dass sie bereit wären, heute in Wien und morgen in Hamburg zu arbeiten. Dafür sind sie konstant.
Wesentlich erscheint mir auch, dass durch das Ersetzen von Mitarbeitern in den besten Jahren durch junge Menschen nicht nur deren Lebensplan gestört wird, sondern dass sich die Wirtschaft durch solche Maßnahmen die Konsumenten selbst wegnimmt. Wer arbeitslos ist,
hat zwar mehr Zeit, aber nicht das nötige Kleingeld, um brav all die nützlichen und noch mehr die nutzlosen Dinge zu kaufen, die allerorts angeboten werden.
Abschließend möchte ich anmerken, dass es mir mittlerweile als blanker Hohn erscheint, wenn behauptet wird, dass ältere Mitarbeiter ach so teuer sind. Erstens hat Qualität ihren Preis. Zweitens hat die derzeit im Amt befindliche BReg seit dem 4. 2. 2000 Zeit gehabt, die Lohnnebenkosten einer Überprüfung zu unterziehen. Doch das ist Stoff für einen eigenen Beitrag.
Mag. Johannes Kaiblinger
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- ...ich hätte folgenden Vorschlag zu Stellenausschreibungen sowohl im Internet als in Zeitungen, falls er überhaupt durchführbar ist:
Es sollte unter Stellenangebote auch eine Rubrik geben, die lauten könnte: Stellenangebote für ältere Arbeitsuchende (fraglich ist, was man unter ältere versteht) oder in der Annonce selbst ein Hinweis, dass auch ältere Arbeitnehmer in Frage kommen.
Mein zweites Anliegen ist: wo können vor allem weibliche Personen, die über 55 Jahre alt sind und in Frühpension gehen könnten mit 57, noch geeignete Positionen für die Übergangszeit finden?
Schöne Grüsse
Marianne Vertes
mein 'beitrag':
QUOTE
Wer arbeiten will muß auch eine dicke Haut entwickeln! Wissend daß auch Assistentinnen (vormals Sekretärinnen) manchmal überfordert sind. Wohl angesichts hunderter Bewerbungen auf eine Annonce!
So kann es schon einmal passieren, daß Sie sich auf zwei verschiedene(!) Inserate einer Firma bewerben und einen erbosten Anruf (einer Assistentin) erhalten: 'Ich krieg schon zum wiederholten Male Ihre Bewerbung! Bitte stellen Sie das ab! .'
Die Firma bleibt natürlich ungenannt.
UN-QUOTE
gerald
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..gut so, die Beiträge sind aus dem Leben gegriffen.
Mich haben die Computer und die Wirtschaftslage gezwungen, umzudenken.
Ich konnte beobachten, dass sich rund um mich die Verkaufskollegen immer mehr von der Masse drücken, schieben oder ziehen lassen. Um nicht in diesen unmenschlichen Sog zu geraten, bin ich mit 44 ausgestiegen.
Nur mehr Umsätze, kein Menschliches miteinander. Kalt, starr und tot soll man den Kunden begegnen. Daher flüchten immer mehr Kunden in den anonymen SB Bereich und bekommen dort Ware, die von Einkäufern für anonyme Kunden besorgt werden. Kein Begriff von Bedarf oder Wünschen, die die Kunden äußern, kennen die Einkäufer. Keine langen Gespräche und Wünsche die vielleicht auch etwas länger zurückliegen, aber noch nicht aufgegeben wurden.
Im SB Bereich gibt es nur vorgefertigte Ware, die nicht auf die Verbraucher zugeschnitten werden. Das lähmt den Umsatz. Kein Unternehmer kann daher mehr die Beraterqualität bezahlen, da der Verdienst bei SB Ware wesentlicher kleiner ist. Somit wurde auch mein Gehalt nach meinem Ausstieg auf zwei billigere junge Verkäufer (nicht gute Berater) aufgeteilt. Die Umsätze wurden nicht besser, aber 2 Personen um das selbe Gehalt wie ein guter "Alter" sind fürs Geschäft halt optisch von Vorteil.
Beispiel Druck im Geschäft: Ein etwas älterer Mitarbeiter musste als Person Nr.1 im Laden die besten Umsätze bringen, um nicht abgelöst zu werden. immer mehr vor dem Kunden, immer mehr vor der Geschäftsleitung, immer mehr vor den Kollegen.
Immer mehr vor der Familie, immer mehr vor dem Bauleiter für sein Haus, immer mehr vor......bis sein Rücken streikte! Ich konnte damals als Kollege öfters seinen Rücken im Hinterzimmer etwas gerade richten, aber zu einer Sitzung für den Rücken konnte er nicht kommen. Keine Zeit dafür. Heute nach einen gesundheitlichen Rückschlag ist er vorsichtiger Fußgänger und für eine Arbeit nicht mehr geeignet.
.................weiteres über meine Gespräche mit Menschen und Sitzungen für Körperarbeit auf Wunsch.
Sollte wer dabei sein, diese Sparte zu erlernen, gebe ich gerne Unterricht, Lokal vorhanden.
Ich bin seit 10 Jahren Trainer für Körper und Persönlichkeitsentwicklung am Sektor Gesundheitsvorsorge und Behebung der Alltagsbeschwerden. Internet im Gesundheitspreis der Stadt Wien, 1997 beschrieben. Weiterentwicklung der Körperwahrnehmung. Seit 2003 Vorträge über Selbstakupunktur ohne Hautdurchstehen mit Anwendungsbuch.
mfg. G.M.
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„Im Jobgewitter“
So titelt eine kürzlich veröffentlichte Buchkritik im „Standard“ zu Kathrin Röggla´s neuestem Werk „wir schlafen nicht“ (S. Fischer Verlag, 2004, 208 Seiten). Röggla schreibt über businesspeople. Hart arbeitende Menschen. Extrem flexible Menschen. Menschen, die in fast militärischem Selbstverständnis ihren Job zu leben scheinen. Kraft raubendes business. Finanzen, IT, Controlling, Consulting, Unternehmens-Check. Reingehen, alles auf den Kopf stellen, durchrechnen, durchmischen, umbauen. Hier und dort zeigt sich die so genannte moralische Flexibilität mancher Protagonisten – denn es gibt einfach zu viele KostenträgerInnen im Unternehmen.
Nach kurzem Innehalten ist man fast geneigt zu glauben, dass die Arbeit allenfalls ihre Protagonisten zu leben scheint – und nicht umgekehrt. Privates Leben, die andere und persönliche Seite von uns, das, was uns Sinn und Gefühl zurückzugeben beabsichtigt, scheint diesen Menschen zunehmend zu entgleiten. Alles steht auf des Messers Schneide. Es gewittert also kräftig im Job. So will es jedenfalls scheinen.
Wäre da nicht auch Stoff für ein anderes Buch. Hart arbeitende Menschen, die auch im Regen stehen, im so genannten Jobgewitter - nur eben auf der anderen Seite. Die, die außerhalb des Jobs stehen. Verbissen auch sie. Durchrechnen, neu durchmischen, vieles auf- und umräumen müssen. Schlafen auch sie nicht? Schlafen wir denn alle nicht mehr?
Richard Sennett (Soziologieprofessor in New York und London) schreibt: „Die Flexibilität, die von den Unternehmern gefeiert wird, liefert keine Anleitung, wie ein Leben zu führen sei. Karriere im alten Sinn des Wortes wurde abgeschafft – es gibt keine Pfade mehr, denen Menschen in ihrem Berufsleben folgen können“.
Hüben wie drüben wird - bildlich gesehen – also nicht mehr geschlafen? Nie mehr? Woher und woraus also werden Menschen ihre Kraft und ihre Perspektive für ihre weiten Wege schöpfen können, um in entspannender Ruhe ihre ganz eigenen Pfade zu suchen um diese dann zu gehen?
(drae)
Liebe Österreichischen Kolleginnen und Kollegen,
Ich bin 52 Jahre alt und Internetspezialistin. Bis zur Insolvenz habe ich bei einem Internetprovider als Technische Projektleiterin gearbeitet. Unter den ca. 900 Mitarbeitern deutschlandweit, gab es nur noch 4 Kollegen, die ungefähr so alt waren, wie ich. Trotzdem gab es so gut wie keine Probleme mit meinen Kollegen. Ganz im Gegenteil. Noch heute treffe ich einige Kollegen, die mir immer wieder beteuern, dass sie gerne wieder mit mir arbeiten würden und sie können es nicht fassen, dass ich nach fast zwei Jahren noch immer arbeitslos bin. Aber hierbei handelt es sich auch um hochqualifizierte Techniker, teilweise richtige Computerkids.
Natürlich gab es auch Probleme. Als Wirtschaftsausschussvorsitzende des Konzernbetriebsrates musste ich so manche Kämpfe mit Juristen, Betriebswirten mit und ohne MBA ausfechten. Leider saßen diese Leute auf den Verwaltungsposten und im Vertrieb und hatten meist vom Internet wenig bis gar keine Ahnung und waren oft frisch von der Uni zu uns gekommen. Bewundert habe ich Ihr stoisches Selbstbewusstsein! Und sie hatten Visionen! Visionen, wo sie die Firma hin bringen würden. Ging leider in die Hose. Wenn sie die Experten gefragt hätten..... Aber sie wollten einfach nichts hören.
Und was soll ich sagen, viele dieser Mitarbeiter haben in der neuen Firma wieder eine Chance bekommen. Es erübrigt sich, zu erzählen, wie es in der Firma inzwischen wieder aussieht.
Mein Fazit: Irgendwann wird es ein Umdenken geben müssen. Die vielen Insolvenzen sprechen für sich. Man wird wieder auf uns zurück greifen müssen!
Natürlich müssen wir uns darauf vorbereiten. Müssen also dafür sorgen, dass wir möglichst mit unserem Wissen up to date bleiben. Müssen dafür sorgen, dass wir fit bleiben. Im Geist sowie körperlich:))
Das ist auch der Grund, weshalb ich eine ähnliche Initiative, wie die Ihre im Norden von Deutschland ins Leben rufen will. Wir müssen einfach auf uns aufmerksam machen!
Also Ich wünsche Ihnen Allen, dass Ihre Bemühungen bald belohnt werden. Immer schön hoch mit dem Kopf:)
Grüsse aus der Nähe von Hamburg
Renate Hercher-Reis
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....kurze Anmerkung zur Situation. Nach dem ich in der Nacht arbeite, läuft immer Radio oder TV so nebenbei mit. Mir ist wieder in Reportagen etwas aufgefallen, etwas, dass uns in Österreich und Deutschland betrifft.
Wir "Alten" wollen unseren Kindern mit beruhigenden """Beschwichtigungen""" sicher wiegen, wir finden schon wieder einen Job.
Wenn wir am Tisch zu Hause sitzen, sagen wir: ....der hat gesagt...., der ruft mich an....., der kennt einen Chef..., ...u.s.w. Wir werden nicht mehr ehrlich zu unseren Mitmenschen und unserer Familie.
Diese Verzweiflung die in uns schwelgt, spüren sensible Menschen und schützen uns ab diesen Moment mit ihren Reaktionen. Sie werden uns gegenüber nicht mehr ehrlich, sondern schwächen ab diesen Zeitpunkt alles ab.
Wir bekommen dann nicht mehr die ganze Wahrheit des Lebens mit. ACHTUNG: ....jetzt wird es schlimm.
WARUM:....? .............irgend ein Familienmitglied (Partner) schont uns, und wir werden ab diesen Tag nicht mehr für voll genommen.
Imageverlust:
FOLGE: ab diesen Tag sollen wir auch den billigsten Job annehmen, denn wir haben ja bisher uns nicht um einen ordentlichen Job bemüht.
Die Welt wartet ja auf gute Leute (die bisher waren), nur wir möchten mit dem, - oder mit das,- oder nicht zu dieser Zeit........,
wir wollen angeblich nicht? Der junge Mopp kann sich nicht vorstellen, was wir nicht mehr machen wollen oder können. Wir haben gelernt, dass nicht erlaubte Überstunden heute oder auch später nicht abgegolten werden. Dass Mehrarbeit zu Hause nicht geschätzt und auch nicht verstanden wird.
....nur dass in der Jugend das Verständnis fehlt, dass genau diese Zuvielarbeit Arbeitsplätze kostet.
Denn Firmen glauben immer noch, wenn alles ohne Überstundenbezahlung geht, dass damit alles in Ordnung ist.
BEISPIEL: Junge Frau nach dem Kind zu lange arbeitslos, bekommt durch AMS einen geförderten Arbeitsplatz (ATS 100.000.-für die Firma). Nach der Frist wurde sie gekündigt, obwohl allgemeine Zufriedenheit ausgesprochen wurde. Zweiter Job, 1 1/2 Jahre bis zur Erschöpfung gearbeitet. Trotz Verbot die Arbeit abends nach Hause genommen und bis Mitternacht gearbeitet. .......und?
Nach dieser Zeit Energiemangel und kurz vor der Kündigung. Einfühlsamer Chef nimmt 20 Stundenkraft auf, zur Erleichterung. Diese Kraft arbeitet bereits 40 Stunden und das ist noch nicht genug.
....diese Frau hat 1 1/2 Jahre für 3 gearbeitet, nur um den Job zu behalten!
...das ist alles falsch, denn so behält man keinen Job, sondern man macht sich und die Familie und seine Kinder kaputt.
Fazit? ....denkt darüber nach, wer unsere Jobs killt?????
mfg. GM
....Ich war noch bis zum 30 April bei dieser Firma. Da ich keinen eigenen
Computer habe, kann ich nur einen kurzen Beitrag verfassen.
Als ich am 3 Mai meinen Antrag gestellt habe, war ich erstaunt über eine
große Anzahl der Antragsteller verschiedenen Alters und Herkunft.
Ich war einige Zeit im Ausland und obwohl ich im Radio immer wieder von der
wachsender Arbeitslosigkeit gehört habe, war ich erst wirklich persönlich
getroffen, als ich diese viele Menschen gesehen habe.
Ich glaube , so geht es vielen Menschen, die in Beschäftigung stehen und
zwar von dieser Erscheinung wissen, aber das ganze verdrängen .
Vor allem glaube ich sollten die Politiker, bevor sie die entsprechende
Gesetze beschließen, die Arbeitsämter besuchen und mit betroffenen Menschen
sprechen, um ein Bild über die wirkliche Situation am Arbeitsmarkt zu
machen.
Denn die Statistiken allein geben zu wenig her.
Es wäre auch nicht schlecht, wenn unabhängige Beschwerdestelle für die
Arbeitslosen gäbe. Denn mittlerweile ist die Zahl der Arbeitslosen stark
angewachsen und so eine Stelle wäre sinnvoll.
Mit freundlichen Grüssen
Jefim
Die Arbeit betreffend schaut der Arbeitsmarkt nicht besonders "attraktiv"
aus und so schicke ich Ihnen ein Gedicht, das insbesondere für Ihre sehr
ehrgeizigen Kollegen gilt. Es ist von Elfriede Haslehner aus dem Band:
laung lem owa ned oed wean:
Aufaungan-Aufhean
aufaungan
imma wieda
neich aufaungan
soitat i
damid i midkumm
damid i midredn kau
damid i dazuaghea
aufaungan
midn kombjutan
midn intanet
aufangan
mid an hendi
und mid olle aundan
vaflixtn geräte
de imma wida
ned funkzionian
aufangan
mid ana neichn schbroch
aufangan
min oetasschpuat
min senionandaunz
aufangan
zan laufm-
na seawas!
waun deaf i endli
aufangan-
zan aufhean?
Elke S.
13.5.04
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Wenn wir schon mit der jetzigen Arbeitsmarktsituation und
Wirtschaftssituation im allgemeinen mehr als unzufrieden sind, ist es
hoch an der Zeit, sich zumindest gedanklich um Alternativen umzusehen.
Da wäre beispielsweise denkbar, die Lohnnebenkosten grundsätzlich in
Frage zu stellen. Frei nach Travnicek: was brauch i des? Die Antwort
fällt vermutlich so aus, daß beispielsweise die Gewerkschaften wenig
erbaut sind. Doch was mir in letzter Zeit sehr negativ auffällt, ist,
daß es zwar irgendwelche Kahlschlag-Überlegungen gibt, die zumeist den
politischen Gegner treffen würden, doch wirklich unkonventionelle Ideen
sind nirgends zu entdecken. Sind selbst die Denkstrukturen bereits so
verknöchert, daß es sozusagen einiger Bosnigls bedarf, um nur darauf
hinzuweisen?
Ich besuche derzeit denKurs "Ressourcencoaching und Qualifizierung für
AkademikerInnen" beim bfi St. Pölten. Und ich bin vom Coaching, dem ich
erst skeptisch gegenüberstand, sehr erbaut. Der Trainer ist wirklich
gut, er fördert das unkonventionelle Denken, einfach das Selbst-Zulassen
von Gedanken, die ansonsten unterdrückt würden oder wurden.
Das nehme ich als Anlaß, die Ideen zu äußern, die mir mitunter so kommen.
Wieso ist es beispielsweise notwendig (von sinnvoll rede ich erst gar
nicht), daß die SV-Nr und der Tatbestand der SV als Voraussetzung für
alles Mögliche herhalten muß? Oder wieso ist es sozusagen ein
orwellscher Undenk, daß man beim Arzt selber bezahlt und sich das Geld
später wieder holt? Das System der Wahlärzte boomt, da zahlt man
ebenfalls zuerst selber. Das wird angenommen.
Es ist dringend notwendig, alte Strukturen ungeniert in Frage zu
stellen, frei nach Travnicek: was brauch i des?
Mag. Johannes Kaiblinger
-
Zu alt für den Job, zu jung für den Seniorenclubvon Anita Staudacher und Clemens NeuholdEgon Merk führt genau Buch:
- 181 Bewerbungen, 143 persönliche Kontakte und 61 Vorstellungsgespräche hat der 56-jährige Versicherungsfachmann
- schon hinter sich. "Ich habe nichts falsch gemacht. Habe ausgezeichnete Zeugnisse, Schreiben meiner Ex-Arbeitgeber
- über meine Erfolge, eine Referenzliste mit bekannten Namen. Bisher half mir das aber alles nichts", schildert Merk
- seine 18-monatige Odyssee am Jobmarkt.Selbst massive Abstriche beim Gehalt fruchteten nicht:
- "Das wurde mir nur als Unsicherheit ausgelegt". Am schlimmsten seien aber die fadenscheinigen Ausreden.
- "Nirgends bekommt man eine ehrliche Antwort", berichtet Merk von monatelangen Vertröstungen, nicht eingehaltenen
- Job-Zusagen oder kurzfristig abgesagten Vorstellungsgesprächen.Herr Merk hatte aber den Vorteil, den Chef einer Versicherungsfirma gut zu kennen. Dieser bietet ihm ab Dezember eine feste Anstellung als Wirtschaftstrainer.
- "Mir fällt ein Stein vom Herzen", kann der Wiener sein Glück noch gar nicht fassen. Ein Glück, das immer mehr
- älteren Arbeitslosen versagt bleibt, seit am Jobmarkt der "Jugendwahn" regiert."Frauen gelten heute ab 40,
- Männer ab 45 für den Arbeitsmarkt als zu alt - und das ist für manche Branchen noch untertrieben",
- weiß Roman Valent, Gründer der Selbsthilfegruppe "Fundament Generation 45plus" aus eigener Erfahrung.
- Durch die neue Pensionsregelung müssten zwar alle länger arbeiten, fänden aber gleichzeitig immer schwerer
- einen Job. "Wer mit 45 arbeitslos wird, hat bis zur Pension oft noch 20 Jahre. Diese Leute können ja nicht einfach
- im Bermuda-Dreieck verschwinden", so Valent."Kurier" vom 19.10.2003Ressort: WirtschaftNach sechs Monaten Arbeit,
- bei der VFG Vorsorge – Finanzierungsconsulting GmbH bin ich in meinem früheren Bereich: Vertriebsteuerung/Aus – und Weiterbildungtätig und fühle ich mich bei meiner Arbeit und meinen Kollegen sehr wohl, ich verdiene nicht schlecht,
- habe aber früher um einiges mehr verdient.In den ersten Monaten hatte ich große Angst die Anforderungen nicht
- zu erfüllen und meinen Job wieder zu verlieren.Mein Chef, Christian Dana, ein Freund und ehemaliger Chef, hat mit
- viel Verständnis geholfen meine Ängste auszuräumen. Ab Jänner 2005 soll ich die Vertriebsverantwortung über eine Spezialistentruppe, die in ganz Österreich den Verkaufsaußendienst unterstützt, übernehmen. + Roman Valent haben
- mir sehr geholfen, die für mich schwierige, Joblose Zeit, leichter zu meistern.Resümee: Nicht aufgeben, sich nicht
- gehen lassen, Kontakte pflegen, sich für die Situation nicht schämen!!! Egon Merk16.5.2004PS.:
- Die Weiterleitung des Newsletters ist erlaubt und erwünscht! · Wer den Newsletter nicht mehr erhalten mag,
- schreibt bitte ein mail mit dem Betreff „ich will raus“ · Wer Mitglied unserer Initiative werden will (kostenlos)
- schreibt bitte auch ein mail mit dem Betreff „ich will
rein“
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- Fundament – Generation 45plus
- Wissen was zählt
- 1200 Wien, Vorgartenstr. 35/4/6
- mobil: 0699 19689864
- e-Mail: roman.valent@chello.at
- www.generation45plus.at
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